Karl, Sohn des Hausmeiers Pippin II. (des Mittleren) und der Chalpaida, besiegte die Neustrier 716, 717 und 719 sowie die Araber 732 bei Tours und 737 bei Narbonne.
Im Jahre 711 setzen arabische Truppen bei Gibraltar über und erobern bis 714 die iberische Halbinsel. Die dort regierenden Westgoten wurden praktisch aufgerieben.
Die arabischen Eroberer waren kampferprobt,grausam und meist in der Überzahl. Ihre Lieblingsspeise seine Herzen und Leber der gefallenen Feinde gewesen.
Sie brandschatzen, raubten, plünderten, vergewaltigten und mordeten und hinterließen verwüstete Gebiete.
725 überquerten sie die Pyrenäen und fielen in Südfrankreich ein. Sie besiegten das Heer des Herzogs Eudo von Aquitanien, dem die Flucht nach Paris gelang.
Dort führte Karl als Majordomo, Hausmeister die Geschäfte des Merowingerkönigs Theuderich IV. Karl trug den Namen „Martell“, was lat. martellus, „Hammer“ heißt, weil er dafür bekannt war, seine Gegener rücksichtslos zu zerschlagen, wie ein Schmid die Kruste gescmolzenen Eisens. Karl Martell erkannte die Gefahr für sein Reich, setzte aber auf die Zuverlässigkeit und Kampfkraft seines Heeres, das aus Vasallen bestand, die durch Geschenke und Lehen verpflichtet waren. Sein Fußvolk kämpft ausgerüstet mit Spieß, Schwert, Schild und einer Streitaxt, die dem Feind wie ein Tomahawk zugeworfen wurde; seine Reiter trugen einen eisernen Panzer mit Helm und Beinschutz, während die Araber mit ihren Krumschwertern nur gegen Fußvolk wirksam waren. 15 000 Mann in der Unterzahl zogen gegen den mächtigen Feind und am 10. Oktober 732 kam es bei Tours zum Kampf (Schlacht von Tours 732).
Das Fußvolk steht wie ein Bollwerk, und die Reiter durchbrechen die Reihen der Araber und gehen gegen das Heereszentrum vor - die Muslime sorgen sich um die angesammelte Beute, und bringen diese in der Flucht in Sicherheit.Das Fußvolk sieht sich Führer- und Befehlslos allein gelassen und sucht nun auch sein Heil in der Flucht.
Es braucht 5 Jahre, bis sie sich wieder über die Pyrenäen zurück wagten, da aber wurden sie bei Poitours endgültig und vernichtend geschlagen.
Die Rettung des Frankenreiches vor dem äußeren Feind verdanken also Majordomus Karl Martell, der ohne die Krone zu tragen, erolgreich die Staatsgeschäfte führte. Die Macht ging mehr und mehr auf die „Karolinger“ über, sodaß gegen Karls Lebensende, als der König Theuderich IV der letzte Merowinger starb, keine Erbschaft mehr erfolgte - Karl herrschte alleine WIE ein König. Karl´s Sohn Pippin war es dann vergönnt, die Krone selbst zu erwerben, und der Enkel ist uns alle unter dem Namen Karl dem Großen bekannt, der zuim Kaiser gekrönt wurde.
Quelle: Großes Bertelsmannlexikon: Karl Martell [„Hammer“], Hausmeier des Frankenreichs 715-741, um 688, † 15. 10. 741
Bei seinem Tod teilte Karl Martell die Herrschaft unter seine Söhne Karlmann und Pippin dem Jüngeren, zeitweise soll auch ein Sohn aus 2. Ehe einen Teil des Frankenreichs regiert haben.
Bildlink: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Martell http://www.dibb.de/karl-martell-hausmeier.php
meher dazu:
https://www.heraldik-wiki.de/wiki/Karl_Martell »
Cum autem Alpaidis peperisset, cucurrit nuntius ad regem, ut sibi nova nuntiaret. Sed invenieus regem inter nobiles et cum sua coniuge sedentem dixit: „Vivat rex, quia Karl est", sub hoc verborum tegumento innuens, quod Alpaidis sibi pulcrum filium genuisset. Est enim Karl lingua Germanica vel Theutonica homo robustus,
magna habens membra. Respondit rex: „Bonum nomen est Karl." Ueber die Beinamen Tudites und Martellus hat Waitz in den Forschungen zur deutschen Geschichte, Band 3, Heft 1, 1863, p. 148 ff.die Untersuchrungen früherer Forscher, bes. Burchardt, questiones alliqout Caroli Martelle historiam illustrantes (Basileae 1843) berichtigt.Er weist nach, daß Karl zuerst von Adrevaldus in der historia miraculorum S. Benedicti, zwischen 853 - 877 geschrieben, Tudites genannt fei, dann daß in der etwas jüngeren vita Rigoberti, Bouquet Recueil III, p. 657, zuerst der Beiname Martellus sich findet: (Karolus) qui propter feros animes, et quia ab ineunte aetate fuerit vir bellicosus et robore fortissimus, postmodum Martellus est cognominatus. Waitz bemerkt ferner, daß keine Stelle ber ältesten Quellen den Namen mit der Schlacht gegen die Saracenen in Zusammenhang bringt, sondern wie Miracula S. Genulfi aus bem 11. ober 12. Jahrh. c, 2. Act, Sct. Jan. II, S. 98: Qui Tudis, id est Martellus, agnominatus est, ob plurimam scilicet bellorum virtutem oder Will. Malmesb. I, 68. SS. X. p. 453. Karolus Tudites, quem illi Martellum dicunt, quod tyrannos per totam Franciam emergentes coniuderit. Die verschiedenen Übersetzungen des Wortes Hammer tudites und martellus weist wohl darauf hin, daß der Beiname ursprünglich deutfsch gewesen sei. Es lag der Vergleich Karls mit Israels, das von den Heiden errettet werden sollte, nach Prophet Jeremias,51,20: „Du bist mein Hammer, meine Kriegswaffe, durch dich habe ich die Heiden zerschmissen und die Königreiche zerstört", bei den Geistlichen nicht fern. Auch der Name Makkabäus hat eine gleiche Bedeutung... (Nach Jahrbücher des fränkischen Reiches, 714 - 741: die Zeit Karl Martells, v. Theodor Breysig, 1822, S 8 ff)
737 besiegte er erneut die Muhammedaner unter Omar bei Narbonne - das übrigens heute sehr vielen Nordafrikanern als Heimat dient.